Faszination Gold


Das Material Gold bewegt bereits seit Jahrtausenden die Sinne der Menschen und seine Faszination bleibt unantastbar. Diese Faszination des Goldes wird aber ebenso oft fehlinterpretiert wie missbraucht. Die Spannbreite in der Auseinandersetzung mit dem Gold reicht für den Menschen von seinem materiellen bis zu seinem geistig, philosophischen Aspekt.
Innerhalb der Materie („mater“ bedeutet Mutter), wird es aus dem dunklen Schoss der Mutter Erde geboren, um schließlich irgendwann dorthin zurückzukehren. Diese manifeste, materielle Seite des Goldes kann sehr destruktiv sein und diente im Laufe der Jahrhunderte oft in oberflächlicher Interpretation seiner Symbolkraft der Macht, des Reichtums und menschlicher Gier. Unzählige Menschenleben wurden als blutiger Götzenpreis für seine blendende Schönheit oder Opfer des Fluches des Goldes gezahlt.

Hier gilt jedoch Aufklärung, denn Gold fordert keine materiellen Opfer: es soll nicht blenden, sondern göttlich strahlen. Es möchte von der Dunkelheit und dem Gefängnis seiner Materie befreit und transformiert werden, um schließlich in Licht verwandelt und neu geboren zu werden. Nur dann vermag es seinen eigentlich göttlichen Aspekt zu repräsentieren, dem des göttlichen Lichtes oder des „Lumen“. Dies klingt für moderne Menschen fremd, aber schon die Ägypter kannten sein innerstes Geheimnis, denn Gold galt dort bereits als Fleisch der Götter. Auf diese Weise verband es seinen materiellen Aspekt (das Fleisch oder die Materie) mit dem geistigen (die Götter oder das Licht) und symbolhaft untrennbar die Unterwelt mit den Himmelssphären.

Der göttliche Glanz des Goldes will den Menschen nicht blenden oder verblenden, sondern strahlen, um darin den Menschen und seinen Kosmos zu reflektieren. Jeder Kunsthandwerker, der mit diesem sensiblen, eigenwilligen Material seit Jahrhunderten gearbeitet hat, vermochte in seinen Händen die Materie des Goldes zu transformieren, um schließlich seinen lichten, reinen und klaren Charakter zu offenbaren und auf diese Weise für die Nachwelt unvergängliche Kunstwerke zu erschaffen.

Das Element Gold besitzt physikalisch nicht nur das höchste Reflektionsvermögen aller Metalle, sondern auch eine sehr hohe chemische Beständigkeit. Ein Außerirdischer, der die Metallplatte mit dem menschlichen Paar dekodiert, die schon vor Jahren von der Erde in den Kosmos geschickt wurde, wird diese im irdischen Material Gold vorfinden.

Gold besitzt die einzigartige Eigenschaft, den Menschen zwischen irdischer Materie und der ätherischen Welt des Kosmos zu verbinden. Auf diese Weise zeigt Gold als einziges irdisches Element das unmittelbare dualistische Spannungsfeld zwischen Licht und Dunkel oder Geist und Materie innerhalb der Welt des Menschen auf. Jeder Mensch bietet sich selbst als Resonanzfeld dar und vermag das Gold aus dem Dunkel der Materie zu befreien und in strahlendes reines Licht zu verwandeln oder auch nicht… Gold bietet für jeden Menschen die Chance der Selbstbegegnung
("Tat quam asi - Das bist du").