Objekte    klassisch / modern

Die Faßmalerei

Die Vergolderei schließt auch den Bereich der Faßmalerei ein. Das "Fassen" beinhaltet das "Bemalen" eines Gegenstandes, Möbels oder einer Figur. Die Großplastiken aus dem
10. und 11. Jahrhundert lassen bereits vermuten, dass ihr Oberflächencharakter für Edelmetall bestimmt war, auf diese Weise entwickelten sich die ersten gefaßten, sakralen Skulpturen. Die Bemalung des Gesichtes und der Körperteile ("Inkarnat" benannt), brachten die Bildnisse aus der vorwiegend sakralen, anteilig in die reale Welt zurück. Eine Figurenfassung bedeutet in gestalterischen Sinne, eine vielgeschichtige, anspruchsvolle Aufgabe, die in allen Stilrichtungen unterschiedlichen Farb- und Materialklängen unterworfen war. Es werden heute verschiedenste Kleinobjekte gefaßt, dies schließt Leuchter, Lampen, Objekte und Kleinmöbel ein. Diese werden marmoriert, vergoldet, bemalt oder restauriert, ein ergänzender und wichtiger Aspekt in dem Arbeitsfeld des Vergolders.

Putten, Barock
Unikate, signiert ca. 40 cm, Gelbgold, Kaseinfarbe, gefaßt
Leuchter, Barock
Unikat, signiert, Höhe 60 cm, Gelbgold,
Kaseinfarbe, gefaßt
Original in der Alten Residenz, München
"Der Hockende"
Bronzeskulptur, Ingo Boit,
Auflage 5, signiert, Höhe 20 cm
Stiftung des Aidspreises

PositHiv - Preis der Aids-Hilfe
Baden-Württemberg e.V.
alljährlich seit 1999

Bronzeguß, patiniert
"Die Liegende"
Silberplastik, Harry Baron,
Auflage 25, signiert, 20 x 15 cm
Silber poliert
"Anatomische Figur"
Bronzeskulptur, Ingo Boit,
Auflage 25, signiert, Höhe 33 cm,
Bronzeguß, patiniert
Neue Objekte

Symbole, Bilder und Bildung

Wir leben in einer Zeit einer überproportionalen täglichen Bilderflut. Film, TV, Printmedien und Werbung konfrontieren uns täglich, erwünscht oder nicht, mit einem unendlichen Strom an Bildern. Diese Reizüberflutung und Schnelligkeit in der Konfrontation mit diesen Bildwelten, führt schließlich zu einer Überaktivierung oder zur Flüchtigkeit menschlicher Wahrnehmungsprozesse. Dieser beständigen Aktivierung mittels emotionaler, kognitiver und physischer Reize durch Töne, Bilder, Texte, Symbole und Farben kann sich kaum ein moderner Mensch im heutigen Alltag entziehen.
Im Kreuzungspunkt zwischen Vergesellschaftung und individueller Entwicklung des Menschen entwickelte sich vor diesem Hintergrund das Symbol. Das Wort „Symbol“ lässt sich aus dem altgriechischen „Symballein“ herleiten“, dies bedeutet „zusammenfügen“ oder „zusammenwerfen“. Das Symbol bildet die Kongruenz menschlicher Entwicklung und birgt die Summe menschlicher Erfahrungen, die sich in den äußeren Symbolisierungsordnungen wie Rhetorik, Körpersprache, Musik, Kunst usw. unterscheiden. Reichen diese Symbole nicht aus, entstehen Meinungen und bilden die Realität des Menschen, als eine Synthese aller imaginären und symbolischen Ordnungen. Symbole dienen dazu Abwesendes für den Betrachter präsent zu machen. Die mit ihnen verbundene Imagination kann auf paradoxe Weise sowohl ein Hinderungsgrund, als auch eine Konstruktionshilfe für die menschliche Entwicklung sein. Der Zugang zu symbolischen Systemen erfolgt im wesentlichen über den Dialog. Dieser Dialog kann in Schriftform, in mündlichen Überlieferungen, in Märchen oder Mythen, in Befindlichkeiten, Namen und unzähligen anderen Ausdrucksformen für den Menschen mittelbar oder unmittelbar stattfinden. Auf diese Weise vermittelt oder begrenzt ein Symbol zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, Diesseits und Jenseits oder Natur und Übernatur des Menschen.
Als Werkzeug der Erkenntnis, darf ein Symbol folglich nicht mit der Realität verwechselt werden. Es ist vergleichbar mit einem beschlagenen Spiegel, der den Menschen zunächst in ein gespaltenes Subjekt verwandelt und schließlich mit Imaginationen gefüllt werden muss. Dies ist der Hintergrund meiner neuesten Arbeiten, die Symbole in ihren Mittelpunkt stellen. Diese Symbole sollen trennen und verbinden, Grenzen aufzeigen und die Möglichkeit einer Synthese anbieten. Diese können vom Betrachter aufgenommen und schließlich vor seinem Hintergrund individuell reflektiert werden.




Das Kreuz

Im Laufe der menschlichen Entwicklung entstanden unzählige Interpretationen für das Symbol des Kreuzes. Ich möchte mich hier auf die Variante der vorliegenden Arbeit zunächst beschränken.
In dieser Arbeit liegt als Basis ein gleichschenkliges griechisches Kreuz zugrunde, welches in dieser Form bereits in Platons Weltseele erwähnt wird. Es ist symbolisch ebenfalls mit dem Weltenbaum verbunden, der Übergang und die Verbindung zwischen Himmel und Erde repräsentiert. Die Gleichschenkligkeit des Kreuzes steht für die Ausgewogenheit aller oberen und unteren Regionen. Das Horizontale steht für das Wasser, welches fließt, sich ausbreitet und schließlich waagerecht verläuft. Das Vertikale symbolisiert das Feuer, welches sich erhebt und emporsteigt. Das vertikale Feuer repräsentiert das männliche Schöpfungselement, das horizontale Wasser das ausgleichende weibliche Element. Diese beiden Kräfte Solar und Lunar müssen gemeinsam im Universum wirken, um sich schließlich in ihrer Peripherie zu vereinigen und alle Kräfte zusammenzuhalten.
Das gleichschenklige Kreuz versinnbildlicht ebenso die vier Himmelrichtungen, die vier Ausdehnungsrichtungen innerhalb eines Raumes oder der Erde und das
+ (Plus) Symbol in der Arithmetik. Am Ende steht das Kreuz symbolhaft für den Menschen innerhalb der polaren Kräfte, als Feuer und Wasser, positiv und negativ, emmisiv und rezeptiv, deren imaginäres Zentrum sich im Mittelpunkt des mensch-lichen Herzens befindet.

Origenes beschreibt das Paradox des Kreuzsymbols gleichsam als Hinderungsgrund und Konstruktionshilfe für die menschliche Entwicklung. Wie hier in seinem Hauptwerk „De Principiis“: [..] in Wahrheit aber und an sich selbst betrachtet, ist das Kreuz die Begrenzung aller Dinge und die starke Erhebung des aus dem unsteten Gefestigten, die Harmonie der Weisheit oder auch die Weisheit der Harmonie.[..]


Die Ätherkräfte / Die Kugel

Die 4 Tafeln des Kreuzes je 30 x 30 cm, sind symmetrisch mit ihren vergoldeten Elementen und Ätherkräften, um das Zentrum einer weißgoldenen Kugel geordnet.

Es existieren vier Ätherkräfte, die bereits Aristoteles bekannt waren. Ihre Wirkungen waren den Menschen der Antike sehr vertraut und ermöglichten auf vielen Ebenen, wie beispielsweise in der Heilkunst, diese Kräfte zu nutzen. Der heutige Mensch verlor den Zugang zu diesen Qualitäten und beginnt diese wieder zu erlernen. Die physischen, elementaren Kräften sind im Bewusstsein heutiger Menschen weitaus präsenter als die ätherischen Kräfte. Grundsätzlich repräsentieren die Ätherkräfte, wie die Elemente auf ihre Weise, primär Ideen und Gedankenstrukturen.
Die Differenzierung erfolgt in zunächst in den Wärmeäther, der dem Element Feuer zugeordnet wird. Der Wärmeäther steht an der Spitze des Kreuzes und wird dem Planeten Saturn zugeordnet. An der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Klang- oder Chemische Äther, welcher dem Wasserelement und dem Planeten Mond zugeordnet wird. Auf der rechten Seite des Kreuzes findet sich der Lichtäther, welcher dem Planeten Sonne zugehörig ist. Die linke Seite des Kreuzes wird durch den Lebensäther repräsentiert, der analog dem Element Erde zugeordnet werden kann. Diese unterschiedlichen Polaritäten, Wärmeäther und Klangäther, Lichtäther und Lebensäther reagieren miteinander aktiv, passiv, rezeptiv und emmisiv, positiv und negativ usw. und bilden so die Grundlage allen Lebens.
Die Elemente repräsentieren hier nur die rein physische Ebene und sind ohne den belebenden ätherischen Aspekt völlig leblos. In jedem lebenden Organismus auf diesem Planeten wirken alle Kräfte in unterschiedlicher Ausprägung gemeinsam. Sie werden bei den Elementen durch den Erdmittelpunkt und bei den Ätherkräften von der Himmelsphäre, zusammengehalten. Dies wird durch die vergoldete Kugel im Mittelpunkt des Kreuzes symbolhaft dargestellt. Die Kugel fasst alle polaren Kräfte in sich zusammen und stellt auf diese Weise eine Synthese für den Lebensprozess per se dar. Das verwandte Material Weißgold verbindet in gleichen Anteilen Gold als solares und Silber als lunares Prinzip.


Diese Objekte können auf Anfrage als Unikate, signiert und limitiert, individuell für Sie angefertigt werden. Ihre Ausführung ist musterrechtlich geschützt.