Ausstellung:  "Mythos Wald" - Herbst 2009


"Mythos Wald"







Ausstellung "Mythos Wald"

von Kirsten Beuster und Wiebke Schwertfeger

29. September bis 24. Oktober 2009 in der GEDOK, Hamburg

Es werden Malerei, Skulpturen und Objekte in unterschiedlichen Techniken
zum Thema "Mythos Wald "gezeigt.

Eröffnung: Prof. Bodo von Borries

Harfe: Jörn Uwe Wulf


Der Wald besitzt seit jeher eine besondere Bedeutung für die Lebenräume der Menschen. Die ursprünglich vorhandene Naturlandschaft des Waldes ist heute in vielen Lebensräumen auf der Erde vorwiegend einer menschlich geprägten Kulturlandschaft gewichen. Das Ökosystem des Waldes dient aber nicht nur als Ressource für Mensch, Pflanze oder Tier sondern zugleich als ein sensibler Lebens,- und Schutzraum mit einer vielschichtigen Biodiversität . Erst mit einer wachsenden globalen Verantwortung rückt die nachhaltige Entwicklung und der Schutz des Waldes erneut in das Bewusstsein der Menschen.

Darüber hinaus bot der Wald als eine Art des "genius loci" einen Ursprungsort zahlreicher Mythen und Sagen für den Menschen. Insbesondere seit der Epoche der Romantik im
19. Jahrhundert besitzt der Wald auch die Rolle einer "Sehnsuchtslandschaft" und diente repräsentativ als eine ideale geistige Verbindung von Mensch und Natur.

Die Ausstellung "Mythos Wald" möchte einige dieser vielschichtigen Aspekte aufgreifen und reflektieren. Dies schließt Anklänge an antike Epen, Göttersagen und eine naturverbundene Philosophie verschiedener Kulturkreise ein. Die Grundlage aller Darstellungen in der Ausstellung bleibt der "Mythos", (griech. "Erzählung"). Dieser Mythos lebt von den Artefakten, die einer ständigen Wiederholung bedürfen, bevor sie sich im Bewußtsein der Menschen über Generationen verankern. Die Mythen gelten nicht nur als Teil einer Rezeptionsgeschichte mit der Schaffung bildgeschichtlicher Realitäten, sondern entstanden häufig in Zeiten großer gesellschaftlicher Umbrüche und Orientierungslosigkeiten. Mit ihren gesammelten Artefakten bieten die Mythen zugleich eine Orientierungshilfe für eine Rückbesinnung des Menschen zu seiner ursprünglichen Verbindung mit der Natur und vermögen zugleich eine Art sehnsuchtsvoller Zufluchtsort für eine der "Daseins-und Weltangstbewältigung" des Menschen sein. Die Objekte dieser Ausstellung reichen von der Vergangenheit bis in die Zukunft und möchten anregen, das Verhalten der Menschen im Umgang mit der Natur des Waldes zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen.


www.gedok-hamburg.de